Keine Abwertung anderer Religionen

epd
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Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wirbt dafür, religiöse Vielfalt positiv wahrzunehmen. Offenheit für andere Religionen sei kein Bekenntnis zur Beliebigkeit, sondern stärke die evangelische Identität, heißt es in einem Grundlagentext, der in Berlin veröffentlicht wurde. Darin wird einer neutralen Position über allen Religionen, einer "Vogelperspektive über allen Standpunkten", allerdings eine Absage erteilt.

"Unterschiede zwischen den Religionen werden nicht kleingeredet", schreibt der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Vorwort. Christlicher Glaube respektiere die Fremdheit des anderen und sei sich zugleich der eigenen Besonderheit bewusst. "Er kann auf das Bekenntnis zu Christus nicht verzichten, aber es wäre falsch, daraus eine prinzipielle Abwertung anderer Religionen abzuleiten", argumentiert der bayerische Landesbischof.

Mit der Schrift "Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive", die in der Kammer für Theologie entstand, will die evangelische Kirche zu den Herausforderungen und Chancen des religiösen Pluralismus Position beziehen. Dazu gehören neben grundsätzlichen theologischen Erwägungen Hinweise zum Umgang mit Religionsverschiedenheit in Ehe und Familie, zur Möglichkeit gemeinsamen Betens, zum Missionsauftrag sowie zur Arbeit in der Diakonie.

Für die Begegnung mit anderen Religionen empfiehlt die EKD innerkirchliche Verfahrensregeln statt Verbote und Grenzen, um mit Spannungen umzugehen. Evangelische Freiheit setze dabei auf die Vernunft der Gemeinden und Gläubigen. Auch von den Dialogpartnern sei zu erwarten, dass sie die Freiheit des anderen anerkennen. "Ein aufgeklärter Protestantismus versteht das christliche Bekenntnis nicht als Herrschaftsanspruch in weltanschaulichen Fragen, sondern erkennt in jeder Verabsolutierung religiöser Formeln eine Verzerrung und Entstellung der Wahrheit, die frei macht", schreiben die Autoren.

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35 Lesermeinungen zu Keine Abwertung anderer Religionen
A.Rau schreibt:
12. Juni 2015, 13:16

"Ein aufgeklärter Protestantismus versteht das christliche Bekenntnis nicht als Herrschaftsanspruch in weltanschaulichen Fragen, sondern erkennt in jeder Verabsolutierung religiöser Formeln eine Verzerrung und Entstellung der Wahrheit, die frei macht."

Das Dumme ist nur, dass der "aufgeklärte Protestantismus" selber nicht mehr weiß, was diese Wahrheit ist, die frei macht. Und wenn es denn Christen gibt, die diese Wahrheit als Wahrheit bekennen, dann verzerren und entstellen sie die Wahrheit? Erneut ein wahrhaft überzeugender Grundlagentext der EKD!

A.Rau

Britta schreibt:
12. Juni 2015, 13:26

Lieber Herr Rau,
fast koennte man meinen, wir sind auf dem breiten Weg zur Welteinheitsreligion, dem Opium fuers dumme Volk. Hatte die Duldung von Goetzendienst im eigenen Land nicht Salomon und so manchen altisraelitischen Koenig schwer in Bedraengnis gebracht? Hatte nicht damals der HERR die Zerstoerung von Kultstaetten fremder Goetter im israelischen Gebiet gefordert? Hatte Paulus, als er den Altar des unbekannten Gottes fand, zu den Griechen gesagt: Hallo, hier bringe ich euch noch einen Gott, den ihr neben Euren olympischen Zwoelf verehren koennt?
Natuerlich muss man als braver steuernzahlender Staatsbuerger Religionsfreiheit achten, aber als Christ muss man nun nicht gerade die Moschee in der Nachbarschaft und den Zuzug von Muslimen foerdern.

Beobachter schreibt:
12. Juni 2015, 15:55

Ja, Ihr Lieben,
und wehe da kommt dan einer daher und bezeichnet, die "Kirche" als "Hure Babylon" da könnt Ihr aber mal was erleben! Gut, daß es auch noch solche Pfarrer wie Gert Flessing gibt, die sich trauen, auch gegen einen "Bischof" eine eigene Meinung zu vertreten!
Am Schlimmsten sin aber diejenigen, fie in einer Kirche einen Moslemvertreter einladen, der dann (unwidersprochen!!!) seinen heidnischen Wüstengott als den einzig wahren Gott herrauschreien darf!
Da sage noch einer, wir leben nicht in der Endzeit, ewig läßt unser HERR nicht spotten!
Gruß Joachim

Gast schreibt:
12. Juni 2015, 16:30

Der läßt sich schon die ganze Zeit spotten, aber von Dir. Aber wegen Dir ist es noch keine Endzeit, das wäre zu viel der Ehre.

Beobachter schreibt:
12. Juni 2015, 16:41

Können Sie halten wie willst Du!

Anderer Gast schreibt:
12. Juni 2015, 18:36

Wer macht denn soetwas: " diejenigen, fie in einer Kirche einen Moslemvertreter einladen, der dann (unwidersprochen!!!) seinen heidnischen Wüstengott als den einzig wahren Gott herrauschreien darf!"
Im Ernst: Davon habe ich noch nie etwas gehört! Herr Beobachter, können Sie mich mal bitte aufklären?!
der andere Gast

Beobachter schreibt:
12. Juni 2015, 19:03

Aber gerne doch, das kommt inzwischen gar nicht so selten vor! Hier nur eines von vielen Beispielen, bei dem unser verarmter ehemaliger Kirchenangestellter, der allen möglichen Leuten unmögliche Mails schickt, seine Finger natürlich auch wiedereinmal mit im Spiel hatte:
http://a.sonntag-sachsen.de/tag/moschee-bau-leipzig-gohlis/

Paul schreibt:
12. Juni 2015, 19:56

Lieber Herr Lehnert,
denken Sie schön an den grünen Zettel. Alle, die ein Gedächtnis haben, wissen, wie es wirklich war. Und wir ChristInnen müssen uns nicht selbst rechtfertigen, wenn wir von Scheinfrommen mit Abfall beworfen werden.
Herzlich
Ihr Paul

Beobachter schreibt:
12. Juni 2015, 20:21

Jetzt ist es ganz um ihn geschehen, jetzt hat er sich umpolen lassen! Ober er jetzt mit dem armen Grünzettel zusammenzieht?

Anderer Gast schreibt:
12. Juni 2015, 20:52

die ScheinfrommInnen nicht vergessen!

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Impressionen Lausitz-Kirchentag


  • Görlitz begrüßt an diesem Wochenende zum »Lausitz-Kirchentag« © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Mit viel Musik und zahlreichen Angeboten wurde gefeiert © Steffen Giersch


  • Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte zu diesem Anlass Görlitz © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Strahlender Sonnenschein und Hitze beim Lausitz-Kirchentag, die Stimmung blieb oben auf © Steffen Giersch




  • Gestaltet wurde der Lausitz-Kirchentag von der Sächsischen Landeskirche (EVLKS) und der Landeskirche für Berlin-Brandenburg und Schlesische Oberlausitz (EKBO) © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Musik gehörte natürlich dazu, beim Gottesdienst und zahlreichen kleinen Teilveranstaltungen © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Auch diakonische Einrichtungen, wie hier die Bahnhofsmission, informierten © Steffen Giersch


  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte Stände © Steffen Giersch


  • Und Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Familie in Sorbischer Tracht – jede Stadt hat ihre eigene Tracht, die leicht voneinander variiert © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil – ein wichtiges Thema in der Region: Der Braunkohleausstieg © Steffen Giersch


  • Auch Bettina Westfeld nahm an der Diskussionsrunde zum Braunkohleausstieg teil © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Christen an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch

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