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Luther und Reformationsbrot

Dresden feiert den 31. Oktober mit Fest vor der Frauenkirche
Tomas Gärtner
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Startklar fürs Festjubiläum: Thomas Heller, Andreas Kastl, Angelika Behnke, Superintendent Albrecht Nollau (v.l.) © S. Giersch

Am 31. Oktober sollen 500 Jahre Reformation in Dresden mit einem ökumenischen Fest an der Frauenkirche gefeiert werden. Eingeladen dazu sind alle. Für die Musik sorgen Vokalensembles und Posaunenchöre, wie Kirchenmusiker Andreas Kastl sagt. »Das Repertoire wird von Musik der Reformationszeit bis in die Gegenwart reichen.« Besucher werden ermuntert, sich an einem »Reformations-Tanz« mehrerer Paare zu beteiligen.

Zu Beginn des Bühnenprogramms um 15 Uhr soll das 1885 errichtete Bronzedenkmal Martin Luthers zum Leben erweckt werden. Wie im einzelnen, wollten die Veranstalter noch nicht verraten. Erwartet werden neben Oberbürgermeister Dirk Hilbert auch Gäste aus Simbabwe, Tansania, Indien und Papua-Neuguinea. Dresdner Bäcker und Konditoren fahren das Modell eines riesigen Reformationsbrotes auf einem Pferdewagen vor die Bühne. Ein etwas kleineres, etwa einen halben Meter im Durchmesser, wird vom Oberbürgermeister angeschnitten. Dazu werden etwa 2000 Reformationsbrötchen gegen eine Spende verteilt – zugunsten des Flüchtlingsprojekts einer Kirchgemeinde in Griechenland.

In fünf Themenzelten können sich Besucher über kirchliche Arbeit in Dresden informieren. Es gehe nicht um ein Historienspektakel, sondern die Inspiration, die Luther für Gegenwart und Zukunft gibt, betont Albrecht Nollau, Superintendent von Dresden Nord. Die Kirche wolle gleichsam eine öffentliche »Anwesenheitsnotiz« anbringen. Die Frauenkirche feiert außerdem am 28. und 29. Oktober Kirchweihfest. Dazu will sie der Öffentlichkeit festliche Gottesdienste, Andachten, Vorträge und Konzerte präsentieren, wie Pfarrerin Angelika Behnke sagt.

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2 Lesermeinungen zu Luther und Reformationsbrot
Leserin schreibt:
01. November 2017, 11:22

Die Litfasssäule mit den "Bürgerthesen" hätte ein schönes Diskussionsforum bieten können, wäre sie an einem zugänglichen Platz und nicht im Gedränge platziert worden. Auch hätte sie ein schönes Meinungsbild abgeben können, welches aber nach Auskunft der dortigen PR-Leute die Landeskirche nicht interessiert, da die Karten unmittelbar nach der Aktion entsorgt würden. Die Art und Weise, wie sich das Personal über die vermeintlich schlechte Qualität der Wortmeldungen äußerte, habe ich als sehr arrogant und anmaßend empfunden. Soll sich die Kirche doch ein neues Volk wählen. Und nein, ich bin nicht bei Pegida und habe das auch nicht vor. Am meisten tat mir der mdr-Moderator Leid, der die mangelnde Authentizität der Veranstaltung ausbügeln musste.

Beobachter schreibt:
01. November 2017, 12:53

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