Mehr Moral in den Medien!

Von Stefan Seidel
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Es scheint so, als beginnt das neue Jahr so, wie das alte aufgehört hat: mit dem Aufheizen der gesellschaftlichen Krise. In der erst­en Januar-Ausgabe der Wochenzeitschrift »Der Spiegel« fand sich ein langer Beitrag unter dem Titel »Warum ehemalige Bürgerrechtler sich jetzt bei der AfD engagieren«. Darin werden verschiedene Dissidenten von einst porträtiert – und in die Nähe von Pegida und AfD gerückt. Auch Michael Beleites findet sich darunter. Der frühere sächsische Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen wird dabei in die rechte Ecke gestellt – aufgrund seines Versuchs, die neuartigen Proteste zu verstehen. Und aufgrund eines Vortrages bei einer Burschenschaft. Doch weder der erwähnte Vortrag noch seine Äußerungen zu Pegida lassen den Schluss zu, den der »Spiegel«-Autor zieht: »Früher beriet er Greenpeace und die Grünen, jetzt verstrickt er sich immer weiter in seiner rechten Gedankenwelt.«

Nach Erscheinen des Artikels war die Aufregung groß. Beleites hatte ein neues Etikett. Er veröffentlichte eine Entgegnung: »Ich war nie Mitglied der AfD oder einer ihr nahestehenden Organisation und habe mich nie bei der AfD engagiert. Also in meinem Fall handelt es sich um eine Verleumdung auf der Grundlage einer gezielten Falschdarstellung.« Und weiter schreibt Beleites: »Ebenso unzutreffend und diffamierend ist die Unterstellung einer ›rechten Gedankenwelt‹.«

Es wird deutlich: so tragen Medien nicht zu einer konstruktiven Lösung der Gesellschaftskrise bei. Wollen sie noch eine demokratieförderliche Rolle spielen, sollten sie auf reißerische und verzerrende Darstellungen verzichten. Denn sonst spielen sie nur den Radikalen in die Hände. Es ist an der Zeit, dass in den Medien moralische Standards eingehalten werden.

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34 Lesermeinungen zu Mehr Moral in den Medien!
Hans schreibt:
23. Januar 2018, 9:20

Die Geister, die du riefst...die Presse sollte sich tunlichst engagieren wieder zu einer objektiven Berichterstattung zurückzufinden!!! FREI von irgendeiner ideologischen Gefühlsduselei, egal ob Links, Grün, Rechts etc.! Links ist nicht per se richtig und rechts nicht automatisch falsch.
Der Presse kommt hier eine zentrale Bedeutung zu! Ich möchte morgens die Zeitung aufschlagen und mich auf einen objektiv und gut recherchierten Journalismus freuen und vor allem im Wesentlichen vertrauen können.

Britta schreibt:
25. Januar 2018, 8:22

Sie sprechen mir aus der Seele, lieber Hans.

Beobachter schreibt:
25. Januar 2018, 11:16

Lieber Hans, wer sich im aktuellen Deutschland " auf einen objektiv und gut recherchierten Journalismus freuen und vor allem im Wesentlichen vertrauen können" will, darf die allermeisten gleichgeschaltenen Zeitungen und andere Medien benutzen. Wenn er des Englischen mächtig ist, muß er, wie schon unsere Eltern, wieder dem "Londoner" vertrauen oder sich im Netz informieren. Was ist in den letzten Jahren aus unserem Vaterland geworden? ER erbarme sich!

Beobachter schreibt:
23. Januar 2018, 11:33

Na dann mal los!

L. Schuster schreibt:
23. Januar 2018, 17:24

Obwohl sie wissen das sie Realitäten verleugnen, jedoch bei den Wahn in denen sich mehrheitlich Deutschland befindet, wie sollen wir von ihnen noch Moral und Wahrheit verlangen.
Man schreibt was die Mehrheit möchte.

Zum Beispiel nach deutschem Recht dürfe kein Zuwanderer auf dem Landweg kommend Asyl beantragen. Nur beachtet wurde dieser Teil des Grundgesetzes von der dafür verantwortlichen Bundesregierungen seit viele Jahren nicht und die große Mehrheit der Deutschen akzeptieren das.
Das Asylrecht sagt: Wer als Flüchtling aus einem sicheren Land kommt, hat kein Recht auf Einlass, doch daran hält sich niemand, allen voran die Regierung unter Merkel und ein regelrechte Flut von Flüchtlingen auslöste,

Wo die ausländische Presse schreibt, die Deutschen befinden sich in eine Wahn was Flüchtlinge betriff und wollen nicht auch viele Christen das die Schleusen noch weiter aufgemacht werden?
Wie solle gegen solchen, einen für mich chronisch krankhaften Wahn unsere gewohnten deutsche Zeitungen dagegen anschreiben.
Wo 87 % noch im September ein "Weiter so" gewählt haben. Auch wenn Herr Lindner mit seinen nicht ganz "Weiter so" das auf 76 % reduziert hat, die Zahl ist aber immer noch zu Hoch als das dieses Wahn-Krankheit auf dem Weg der Besserung anzusehen ist und so wieder Realismus/ Wahrheit zurück kehren können. Es liegt also letztlich an uns.

Beobachter schreibt:
24. Januar 2018, 8:22

Leider ist es ja so, daß sich sehr viele damit eine goldene Nase verdienen.
Wo das Geld dafür plötzlich herkommt, ist allerdings schleierhaft.
Vorher war doch nirgends, selbst für dringende Aufgaben, Geld da? Hat man uns jahrelang einfach belogen oder wird das Geld jetzt einfach (ungedeckt) gedruckt?

L. Schuster schreibt:
24. Januar 2018, 10:22

Lieber Beobachter,
das dicke Ende mit dem Geld kommt noch und wir bezahlen doch jetzt schon. Wird nicht alles teurer? Wenn ich mit meiner Frau rede kommt sie kaum noch mit dem Geld hin. Nahrungsmittel, die Fahr mit der Bahn, eigentlich ist alles teurer geworden. Mieten, Strom, Heizung, Wasser und sicherlich auch ein Grund warum die Zahl der Wohnungslosen steigt, währen nicht einer dieser "meist selbsternannten“ Flüchtlinge auf der Straße gesetzt wird,

Beobachter schreibt:
24. Januar 2018, 22:23

Genau so ist es, Herr Schuster. Aber auch das wird ja in den Medien kaum thematisiert und von den Politikern und "KIrchenfürsten" nicht wahrgenommen.
Wenn man das dann mal benennt wird man, auch von Leuten wie unser Leipziger Freund ohne Auto, in die rechte Ecke geschoben!

Dirk schreibt:
01. März 2018, 23:35

Lieber L. Schuster,
ein herrlicher Satz - so schön konservativ (Achtung- das ist ironisch gemeint): "Wenn ich mit meiner Frau rede kommt sie kaum noch mit dem Geld hin..." Sie haben das finanzielle Problem offensichtlich nicht , oder wie darf ich Ihren Satz verstehen? Ein gemeinsames Familienbudget für die laufenden Kosten gibt es wirklich nicht, oder? Ein Vorschlag: Überweisen Sie doch einfach was an Ihre Frau, dann reicht ihr "Kostgeld" vielleicht wieder. Klingt irgendwie nach den Diskussionen meiner Eltern aus den 1960ern... Sorry - Autsch!
Und dann noch die "meist selbst ernannten Flüchtlinge" als Ursache dafür ins Spiel zu bringen, die bei uns - so sehe ich das - leider viel zu lange Zeit in Massenunterkünften unter nicht so rosigen Bedingungen untergebracht werden - und - wenn es endlich klappt, auch nicht in besonders komfortable Wohnungen einziehen - also Respekt! Ich würde mir und Ihnen da schon eine differenziertere Sicht, mehr Respekt und Mitgefühl (Nächstenliebe, Emphatie,..) wünschen.
Wenn Sie Interesse haben, kann ich Ihnen mal ein paar Links schicken, wie es z. B. in der Heimat der "selbst ernannten Flüchtlinge" aussieht. Das hat bisher immer geholfen zu verstehen, warum Menschen sich auf den langen Weg gemacht haben.
Ich vermute, dass Sie davon unabhängig Grund zur Unzufriedenheit haben. Aber ich bitte Sie, dies nicht auf die dafür nicht verantwortliche "Zielgruppe" zu projezieren und daraus resultierende Feindbilder zu überdenken und zu korrigieren. Nahrungsmittel, die Fahrt mit der Bahn, insbesondere Mieten, auch Strom, Heizung, Wasser sind auch ohne Geflüchtete schon z. T. unangemessen gestiegen. Dafür gibt es aber andere Ursachen und einen eher sehr geringen Zusammenhang zu Geflüchteten und die durch sie verursachten Kosten.

Beobachter schreibt:
02. März 2018, 14:57

Das Zentralkomitee hat gesprochen, jawoll!

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Impressionen Lausitz-Kirchentag


  • Görlitz begrüßt an diesem Wochenende zum »Lausitz-Kirchentag« © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Mit viel Musik und zahlreichen Angeboten wurde gefeiert © Steffen Giersch


  • Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte zu diesem Anlass Görlitz © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Strahlender Sonnenschein und Hitze beim Lausitz-Kirchentag, die Stimmung blieb oben auf © Steffen Giersch


  • Gestaltet wurde der Lausitz-Kirchentag von der Sächsischen Landeskirche (EVLKS) und der Landeskirche für Berlin-Brandenburg und Schlesische Oberlausitz (EKBO) © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Musik gehörte natürlich dazu, beim Gottesdienst und zahlreichen kleinen Teilveranstaltungen © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch




  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Auch diakonische Einrichtungen, wie hier die Bahnhofsmission, informierten © Steffen Giersch


  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte Stände © Steffen Giersch


  • Und Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Familie in Sorbischer Tracht – jede Stadt hat ihre eigene Tracht, die leicht voneinander variiert © Steffen Giersch




  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil – ein wichtiges Thema in der Region: Der Braunkohleausstieg © Steffen Giersch


  • Auch Bettina Westfeld nahm an der Diskussionsrunde zum Braunkohleausstieg teil © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Christen an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch

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