Gemeinsam die Krise schaffen

Cornelia Füllkrug-Weitzel
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Corona macht an Grenzen nicht halt – es bedroht die ganze Welt. Wie so oft, trifft auch die Corona-Krise die Verwundbarsten unter uns am meisten. Das gilt für Deutschland – erst recht aber gilt es für die Ärmsten der Armen dieser Welt. Wir blicken mit extremer Sorge auf die griechischen Inseln, wo zehntausende Flüchtlinge seit langer Zeit auf kleinstem Raum in überfüllten Lagern mit minimalen Waschgelegenheiten ausharren. Abstand halten? Regelmäßig Händewaschen? Seit Jahren unerfüllbare Träume – und das auf europäischem Boden. Sorgen bereitet mir auch die Lage in Syrien – ein Land, dessen Menschen und Gesundheitssystem nach neun Jahren Krieg am Ende sind.

Leid werden nicht nur die medizinischen Folgen des Virus verursachen, sondern auch die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen der Präventionsmaßnahmen. Menschen, die schon vor Corona in Not waren, werden auch nach Corona unsere Unterstützung brauchen. Mehr denn je. Deshalb ist es wichtig, dass die Hilfe jetzt nicht nachlässt. Und auch dann nicht, wenn die direkte gesundheitliche Gefahr durch Corona gebannt ist. Die Diakonie Katastrophenhilfe steht den Menschen überall auf der Welt in dieser Zeit mit humanitärer Hilfe bei. Später – mittel- und langfristig – wird Brot für die Welt sie mit Entwicklungshilfe unterstützen. Jeweils Hand in Hand mit unseren Partnerorganisationen. Wir werden globale Krisen nur bezwingen, wenn wir gemeinsam und solidarisch handeln – während und nach der Krise. Dann können wir die langfristigen Folgen von Corona abfedern – auch in ärmeren Ländern, die sie aus eigener Kraft nicht bewältigen können.

Die Autorin ist Präsidentin von »Brot für die Welt« und »Diakonie Katastrophenhilfe«

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