Damit die Liebe nicht überbrüllt wird

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5, Vers 9
Claudia Scharschmidt
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Claudia Scharschmidt ist Pfarrerin an der St. Markuskirche in Chemnitz. © privat

Jemanden selig zu nennen, ist aus der Mode gekommen. Was heißt selig zu sein? Verliebte in ihrem Glück werden als selig bezeichnet. Wer sich geliebt fühlt, ist glücklich. Genau das ist im Grunde gemeint. Wer selig ist, ist glücklich. Und glücklich ist, wer mit sich und seinem Leben im Reinen ist.

Der Wochenspruch bezeichnet die, die Frieden stiften, als selig. Werden die Friedensstifter nicht aber oft belächelt oder sogar überbrüllt? Sind Menschen, die auf aggressives Verhalten verzichten, naiv und weltfremd? Werden die, die sich für das Wohl der Menschen einsetzen, überhaupt gesehen und haben Vorbildwirkung? Ich erlebe Menschen, in der Masse jedenfalls, die oft ungnädig sind, weil sie ihr Glück darin finden, andere klein zu machen und deren Bemühungen schlecht zu reden. Aus Prinzip dagegen zu sein ist gesellschaftsfähig.

Jesus spricht in den Seligpreisungen genau denen Mut zu, die Verantwortung übernehmen, die sich stark machen für Unterdrückte und für alle, die übersehen werden. Er spricht denen Mut zu, die sich für Frieden auf der Welt einsetzen und allen, die den Frieden suchen in ihrer Gemeinde, ihrer Stadt und Nachbarschaft.

Mit der Seligpreisung der Friedensstifter in der Hand und im Herzen können wir denen, die alles überbrüllen und negieren, etwas entgegensetzen: Die Liebe. Da spielt es keine Rolle, ob wir evangelisch, katholisch, orthodox oder sonst etwas sind. Da spielt nur eines eine Rolle: Wir sind geliebt und werden dafür seliggepriesen. Nur aus dieser Liebe finden wir die Kraft, andere zu lieben. Und aus dieser Kraft finden wir auch Wege, Frieden zu stiften.

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