Bischof macht Hoffnung auf neues Leben nach der Krise

Landesbischof Tobias Bilz wendet sich mit Osterbrief an alle Glieder der Landeskirche Sachsens – Bischof beeindruckt von kreativem Umgang der Mitarbeitenden mit der Ausnahmesituation
(so)
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Landesbischof Tobias Bilz Sachsen
Landesbischof Tobias Bilz hat einen Osterbrief an alle Glieder der Landeskirche Sachsens geschrieben. © Steffen Giersch

Angesichts verbotener Gottesdienste auch zu Ostern hat sich Landesbischof Tobias Bilz mit einem Osterbrief an alle Glieder der sächsischen Landeskirche gewandt. Er bedankt sich darin dafür, wie kreativ Gemeinden mit der Situation umgingen und fordert gleichzeitig, Glaubensinhalte mutiger zu leben. Es gebe eine tiefe Beunruhigung, wie die Tage von Karfreitag bis Ostermontag gemeinsam begangen werden könnten, so Bilz. »Alle zusammen teilen wir die Hoffnung, so schnell wie möglich in unser normales Leben zurückkehren zu können.«

Doch zunächst gehe es in erster Linie darum, »die Ansteckungsquote zu verringern, um Menschenleben zu schützen oder gar zu retten«, schreibt der Bischof. Deshalb müssten die Menschen diese Situation noch aushalten. Mit Aushalten sei im biblischen Sprachgebrauch Besonnenheit gemeint. »Sie ist eine Frucht des Heiligen Geistes«, so Bilz, und wachse in der Haltung des Gottvertrauens.

Der Landesbischof zeigt sich in seinem Brief beeindruckt von den vielen Möglichkeiten, die Mitarbeitende derzeit wahrnehmen, um mit der Gemeinde in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig wünscht er eine »produktive Nachdenklichkeit« darüber, welche früheren Veranstaltungen sich »längst überlebt« hätten.

Die momentane Ausnahmesituation mache deutlich: »Diese Welt bietet nicht den Schutz und die Geborgenheit, die wir brauchen, um uns existentiell aufgehoben zu fühlen. Deshalb ist unser Leben ein Wandern durch diese Welt hindurch, wir sind auf dem Weg in das Reich Gottes«, schreibt Tobias Bilz. »Ich wünsche mir, dass das unseren Glauben verändert. Mutiger könnten wir werden, um das zu leben, was uns im Glauben an Jesus Christus wichtig geworden ist.«

Jetzt komme es mehr denn je darauf an, in Jesus Christus gegründet zu sein, so der Bischof. So könne Ostern dieses Jahr zu einem besonderen Erlebnis werden: »Wir vollziehen vorwegnehmend, dass nach der Krise ein neues Leben beginnt.«

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