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Parteigründung in der Landeskirche?

»Forum für Gemeinschaft und Theologie« sammelt am 27. August in Leipzig seine Anhänger
Uwe Naumann
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Das zu Pfingsten gegründete »Forum für Gemeinschaft und Theologie« tritt mit einem Forumstag am 27. August in der Leipziger Peterskirche erstmals in die Öffentlichkeit. Das selbsternannte Gegengewicht zur 2012 gegründeten konservativen Sächsischen Bekenntnisinitiative wolle damit die Bewegung für eine »weltoffene, tolerante sächsische Landeskirche« auf eine breite Basis stellen. »Wir wollen uns formieren und Ziele geben und hoffen dabei auf etwa 150 Gäste«, sagte der Leipziger Pfarrer Christoph Maier als Sprecher des Forums.

Aus dem Landeskirchenamt, wo man die polarisierende Entwicklung innerhalb der Landeskirche sehr genau verfolgt, werde Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz beim Forum dabei sein, sagte der Pressesprecher. Pilz ist Dezernent für Kinder, Jugend, Bildung und Diakonie.

Derzeit gibt es auf dem Forum sechs Themen für Workshops, entstanden aus Anfragen von Interessierten: Zeitgeist, »Genderwahn« und »Homosexualisierung«, »Heimat für den Glauben im Wandel«, »Anders vom Glauben reden. Mein letzter Versuch mit Kirche« sowie die Auslegung der Bibel im 21. Jahrhundert. Der Leipziger Superintendent Martin Henker werde zudem eine Runde zu »heilsamen Prozessen in einer polarisierten Landeskirche« moderieren. Die »Zielformulierung für die weitere Arbeit«, die nach Hoffnung der Organisatoren am Ende aller AG’s stehen wird, entscheide bei diesem Workshop auch über die Zukunft des Forums selbst, kündigt Christoph Maier an: »Hier wird sich entscheiden, ob wir vielleicht einen Verein gründen oder ähnlich dem Württemberger Modell eine Art Partei innerhalb der Landeskirche und der Landessynode stellen.«

Das Forum im Internet: www.frei-und-fromm.de

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1 Lesermeinungen zu Parteigründung in der Landeskirche?
Gert Flessing schreibt:
26. August 2016, 19:16

Parteien in der Landeskirche?
Wir sind Kirche, sind Gemeinschaft von Menschen, die, von Gott herausgerufen aus den Streitereien und Parteiungen der Welt, sein Reich ein wenig lebendig macht.
Wir sind Kirche, sind Gemeinschaft von Menschen. Menschen haben unterschiedliche Lebensläufe, unterschiedliche Sichtweisen der Welt und ihres eigenen Lebens.
Wir sind Kirche, über die Unterschiede, die uns aus und die das Leben spannend machen, doch geeint durch Christus.
Oder irre ich mich?
Haben wir, über dem, was uns umtreibt, was uns zu unterschiedlichen Menschen macht, Christus, die Mitte, verloren?
Wie kann Kirche noch Kirche sein, wenn sie in Parteiungen zersplittert?
"Mein letzter Versuch mit "Kirche"".
Ist es DAS, was der, den wir immer und immer wieder als den Herrn der Kirche, bekannt haben will?
Ich finde diese Entwicklung fatal, falsch und ein Armutszeugnis für uns alle.
Gert Flessing

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