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Synode diskutiert Konzentration der Bildungseinrichtungen

Bericht zur Umstrukturierung der Einrichtungen und Werke im Bildungsbereich sorgt für unterschiedliche Reaktionen in der Landessynode
Uwe Naumann
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Margrit Klatte
Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte präsentiert die Veränderungen im Bereich der Bildungseinrichtungen des Landeskirchenamtes. © EVLKS

Entsprechend der Vorlage zur Neustrukturierung der Bildungseinrichtungen in der Landeskirche Sachsens hat Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte die Konzentration auf bestimmte Bildungsstandorte in den nächsten Jahren vorgestellt (Der Sonntag berichtete). Dazu gehört einerseits die Zusammenführung von Evangelischer Akademie aus Meißen und dem Zentrum für Bildung und Begegnung aus der Tauscherstraße in Dresden hin zum Haus der Kirche in Dresden. Andererseits die Verlegung des Instituts für Seelsorge und Gemeindepraxis aus Leipzig nach Meißen, wo bereits Pastoralkolleg und Ehrenamtsakademie angesiedelt sind. Moritzburg mit dem Theologisch-Pädagogischen Institut soll ein dritter Bildungsstandort werden, ist aber noch vom Hochschulentwicklungsprozess der Evangelischen Hochschulen Moritzburg und Dresden abhängig.

Bis 2025 solle der Konzentrationsprozess abgeschlossen sein, darüber hinaus bis 2040 die Personalreduzierung verfolgt werden. Insgesamt gehe es dabei um eine Einsparung von 500 000 Euro bis 2030. Die Landessynode hatte im Herbst 2018 eine genauere Darstellung der Einsparung des Landeskirchenamtes bei den Werken und Einrichtungen gefordert, dem die Kirchenleitung mit ihrem am 8. März beschlossenen Konzept nun nachgekommen ist.

In der Aussprache dazu meldete sich dazu Ravinder Salooja, Direktor der Missionswerkes Leipzig: Kirche mit Hoffnung sei ein hervorragendes Konzept, weil es Gemeinden über ihre vorgefundenen Strukturen hinausdenken lassen soll, sagte er. »Aber mit den Werken und Einrichtungen bleiben wir innerhalb von Sachsen und gehen nicht darüber hinaus«, so seine Kritik. In der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland gebe es derzeit gleiche Überlegungen für ein Zentrum für Bildung und Begegnung. »Wir könnten auch über Sachsen hinaus denken«, regte er an. Oder gehe es mehr nach einem Immobilienkonzept, wie etwa das Haus der Kirche in Dresden zu füllen sei, fragte Salooja.

Auch Leonhardt Krause und Pfarrerin Ulrike Franke möchten ebenso den Blick zu den benachbarten Landeskirchen gewahrt sehen, auch was die Pfarreraus- und Weiterbildung betrifft. Marco Frenschkowski, Professor der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, ergänzte zudem seine Fakultät als Bildungsstandort zu berücksichtigen, nicht nur für die Ausbildung der Pfarrer.

Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz machte auf vorhandene Orte und Menschen in der Landeskirche aufmerksam, die beim Konzept einer Neustrukturierung bedacht werden müssten. Eine evangelische Akademie etwa nach Wittenberg abzugeben, sei schwer zu vermitteln. Zudem gehe es auch um Begegnung, die vor Ort in Sachsen gegeben sein müsse, so etwa in Leipzig in der Universitätskirche oder auch in Chemnitz im Evangelischen Forum.

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