Theologen beklagen globale Ungerechtigkeit beim Impfen

(epd)
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© neelam279/Pixabay

Hochrangige geistliche Repräsentanten aus Afrika und Südamerika haben eine globale Ungerechtigkeit beim Impfschutz beklagt. In Afrika hätten gegenwärtig nur 3,6 Prozent der Menschen eine Corona-Schutzimpfung erhalten, sagte der evangelische Pastor Fidon Mwombeki aus Tansania am Freitag bei einer digitalen Diskussion des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen mit Sitz in Hermannsburg bei Celle. Mwombeki ist seit 2018 Generalsekretär der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz. Die ökumenische Organisation repräsentiert knapp 200 Kirchen in 42 Ländern.

Es sei zu erwarten, dass nur zehn der 54 afrikanischen Länder das gesteckte Ziel erreichten, wenigstens die besonders gefährdeten zehn Prozent der Bevölkerung zu impfen. Ein Problem sei, dass Afrika zu wenig Impfstoff bekomme - wegen seiner ökonomischen Schwäche, aber auch, weil die reichen Länder des globalen Nordens zu viel Impfstoff für sich behielten. Zudem fehle in Afrika vielerorts die Infrastruktur für die Lagerung und Verteilung der Impfstoffe. Die niedrige Impfquote sei aber auch durch eine zu geringe Nachfrage begründet. Wegen irrationaler Ängste lehnten viele Afrikaner die Impfung ab. In Tansania etwa drohe aktuell die Hälfte von einer Million gelieferter Dosen zu verfallen.

Die evangelische Theologin Marcia Blasi aus Brasilien beklagte die Rückschläge im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit, die auch mit der Corona-Pandemie zusammenhingen. Blasi ist Beauftragte für Gendergerechtigkeit beim Lutherischen Weltbund und Professorin für feministische Theologie. «Während der Pandemie ist uns von verschiedenen Kontinenten über Predigten berichtet worden, in denen die Tatsache, dass immer mehr Frauen führen und regieren, sowie ihre angeblich sündhaften Körper für die Pandemie und die Corona-Toten verantwortlich gemacht werden», sagte Blasi.

Den fundamentalistischen Theologien, die solchem Denken zugrunde lägen, müssten die Kirchen weltweit entgegentreten. Mwombeki wandte ein, dass solche patriarchalen Denkmuster fast überall von der jeweils herrschenden Kultur der Gesellschaft getragen würden. Sie dürften nicht in erster Linie den Kirchen angelastet werden.

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Impressionen Lausitz-Kirchentag


  • Görlitz begrüßt an diesem Wochenende zum »Lausitz-Kirchentag« © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Mit viel Musik und zahlreichen Angeboten wurde gefeiert © Steffen Giersch


  • Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte zu diesem Anlass Görlitz © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Strahlender Sonnenschein und Hitze beim Lausitz-Kirchentag, die Stimmung blieb oben auf © Steffen Giersch


  • Gestaltet wurde der Lausitz-Kirchentag von der Sächsischen Landeskirche (EVLKS) und der Landeskirche für Berlin-Brandenburg und Schlesische Oberlausitz (EKBO) © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Musik gehörte natürlich dazu, beim Gottesdienst und zahlreichen kleinen Teilveranstaltungen © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch




  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Auch diakonische Einrichtungen, wie hier die Bahnhofsmission, informierten © Steffen Giersch


  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte Stände © Steffen Giersch


  • Und Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Familie in Sorbischer Tracht – jede Stadt hat ihre eigene Tracht, die leicht voneinander variiert © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil – ein wichtiges Thema in der Region: Der Braunkohleausstieg © Steffen Giersch


  • Auch Bettina Westfeld nahm an der Diskussionsrunde zum Braunkohleausstieg teil © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Christen an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch

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