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ZdK-Präsident Sternberg dringt auf gemeinsames Abendmahl

epd
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Abendmahl Kelch Hostie Bibel
© Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, mahnt das gemeinsame Abendmahl von Protestanten und Katholiken an. Obwohl die Antwort in dieser Frage überfällig sei, "lässt eine große gemeinsame offizielle Erklärung, die für alle Gläubigen gelten muss, auf sich warten", sagte der Vertreter der katholischen Laiengremien dem Evangelischen Pressedienst (epd). Für die Ökumene sei "die gemeinsame Eucharistie der entscheidende Punkt".

Auch im geplanten evangelisch-katholischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst am 11. März in Hildesheim zu 500 Jahren Reformation, in dem Sternberg Fürbitten spricht, wird es kein Abendmahl geben. Dennoch habe er die große Hoffnung, dass sich bald etwas bewege. "Und ich gehe fest davon aus, dass ich eine offizielle Erklärung zur gemeinsamen Eucharistie noch erleben werde", sagte der 64-Jährige.

Obwohl die Ökumene auf offizieller Ebene und gerade in den Gemeinden große Fortschritte mache und schon vieles erreicht sei, "haben wir noch keine wirkliche Kircheneinheit", kritisierte Sternberg: "Da muss noch viel mehr möglich sein, wenn wir den Auftrag Jesu erfüllen wollen, dass alle eins sein sollen."

Dabei geht ihm die sogenannte Einheit in versöhnter Verschiedenheit, die die Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz als Ziel für die Ökumene ausgegeben haben, nicht weit genug. "Versöhnte Verschiedenheit ist ein zu weicher und flauer Ausdruck für den Auftrag Jesu. Die können wir auch mit Muslimen oder Buddhisten haben", sagte Sternberg.

Wie genau eine Kircheneinheit strukturiert sein könnte, müsse noch geklärt werden, sagte der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken mit Sitz in Bonn. Klar sei aber, dass es "keine Gleichsetzung mit der römisch-katholischen Kirche" geben solle und dass das Ziel die Eucharistiegemeinschaft sei.

"Dankbar und froh" sei er, dass katholische Christen so stark an den Feiern zu 500 Jahre Reformation beteiligt seien. Schon jetzt seien mit dem Treffen des Papstes und des Lutherischen Weltbundes in Lund zum Auftakt des Jubiläumsjahrs und dem Besuch des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm beim Papst in Rom starke ökumenische Signale gesendet worden. Solche und andere Zeichenhandlungen wie die neue Bewertung von Martin Luther durch den Papst machten deutlich, "dass bestimmte Verurteilungen nicht mehr gelten".

Zwar höre er "von sehr kleinen Gruppen" auch Kritik an der ökumenischen Ausrichtung des Reformationsjubiläums. Aber seiner Beobachtung nach sei "der Widerstand in der katholischen Kirche so gering, dass man darauf vertrauen kann, die Kritiker mit Argumenten zu überzeugen", sagte Sternberg.

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