Bischof mahnt zum Festhalten am Frieden

Bischof ruft zu Beginn der Synodentagung zu Gottvertrauen, Verantwortung für die Not der Welt und zum Festhalten am Friedenszeugnis auf
Stefan Seidel
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Landessynode Bischof Bilz
Landesbischof Tobias Bilz beim Bericht vor der Landessynode am Sonnabendmorgen im Haus der Kirche Dresden. © Steffen Giersch

Landesbischof Tobais Bilz sprach am Sonnabendvormittag zum Beginn der HErbsttagung derLandessynodeüber den Umgangmit den Problemen der Zeit. Diese beschrieb er unter der Überschrift »Bedrängnisse«: »Coronaeinschränkungen und Teuerung, Mitgliederschwund und Zukunftsängste (Klima und Krieg), Nachwuchsproblematiken in kirchlichen Berufen und öffentliche Debatten zu kirchlichem Versagen drücken auf die Lebensadern des Glaubens.« Bei allem Druck, unter denen heute Kirche und Christen stehen, lud er dazu ein, mit der Kraft und dem Wirken Gottes zu rechnen und nicht an den Bedrängnissen zu zerbrechen. Vielmehr solle auf den Rat des Paulus gehört werden und sich konzentriert und konsequent auf die Perspektive des Reiches Gottes zu fokussieren. Dazu gab er fünf Impulse, wie und wo das Reich Gottes zeichenhafte Wirklichkeit gewinnen kann:

- In den Gottesdiensten und Versammlungen.

- Im Einsatz für eine versöhnte Welt, dort, wo »die Impulse der Reich-Gottes-Botschaft Jesu Christi in die Tat umgesetzt werden«. Gerade im Blick auf die wachsende und offenbar unumkehrbar gewordene Klimakatastrophe gelte es, sich in und durch Christus mit der ganzen Schöpfung zu versöhnen. »Ich verstehe den Schmerz der jungen Generation, die sagen: Wir halten das nicht aus«, bekannte er. Im Blick auf den Umgang mit dem Ukraine-Krieg sagte er: Dieser Kriege brauche von der Kirche „den Trost des Evangeliums im Leben und Sterben und die praktische Hilfe in der Not. Dazu gehören selbstverständlich Hilfseinsätze genauso wie unsere Gebete zu dem, der den Krieg entmachten kann und die Friedensbotschaft, die Jesus Christus in die Welt gebracht hat.“ Er gab drei Mahnungen zur Vorsicht: »Lasst uns vorsichtig damit sein, Menschen in Freunde und in Feinde einzuteilen. Wir werden als Kirche dafür gebraucht, Verbindungen zu schaffen und zu halten. (…) Lasst uns vorsichtig damit sein, unsere friedensethischen Positionen aufzugeben, sofern sie in den Worten und Taten von Jesus Christus gegründet sind. Wir sind und bleiben Botschafter an Christi Statt und haben das kommende Friedensreich anzukündigen und auszurufen. (…) Lasst uns vorsichtig damit sein, den Mächten des Krieges unter uns Raum zu geben.«

- Im Inneren der Getauften: »Gottes Geist lebt in uns. Er offenbart uns, was zu tun und zu lassen ist. Deshalb sind wir aufgefordert, die inneren Quellen des Glaubens zu pflegen und zu nutzen.«

- In den Umständen der gegenwärtigen Zeit, in der Gott anwesend ist. Es gelte herauszufinden, was Gott uns durch die vielen Veränderungen sagen wolle, die gerade erlebt werden.

- In den Versprechen Gottes an seine Kirche. »Deshalb betrachten wir evangelisch-lutherischen Christen die Offenbarungen, die Gott unserer Konfession gegeben bzw. wichtig gemacht hat, als besonders wertvoll.«

Der Bischof schloss mit dem biblischen Hinweis darauf, dass durch Bedrängnis Gutes entstehen könne und bekannte: »Wie froh und dankbar können wir sein, mitten in dieser herausfordernden Welt Boten des kommenden Gottesreiches zu sein.«

Zuvor hatte Synodalpräsidentin Bettina Westfeld an den im Sommer mit nur 61 Jahren verstorbenen früheren Synodalpräsidenten Otto Guse erinnert und zu einer Gedenkminute aufgerufen. Sein Tod sei für viele ein Schock gewesen, erklärte sie und ergänzte: »Was viele von uns getröstet hat, war sein großes Gottvertrauen.« Dieses habe sich auch in seinen Worten an die um die Zukunft der Kirche ringenden Synode ausgedrückt. Bei aller Ungewissheit und Unsicherheit wisse er eines: »Gott wird da sein.«

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