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Frieden ja – aber wie?

Auf der EKD-Synode in Dresden wird über die Friedensfrage debattiert
epd
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Oberstleutnant Mathias Meierhuber
Oberstleutnant Mathias Meierhuber nach seinem Redebeitrag vor der EKD-Synode in Dresden. Das Schwerpunktthema der Synode lautet in diesem Jahr »Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerech​tigkeit und des Friedens« © epd-bild/Heike Lyding

Mit der Forderung nach mehr zivilen Konfliktlösungen hat die Synode der evangelischen Kirche am Montag in Dresden ihre Beratungen fortgesetzt. Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh forderte die EU zu mehr Engagement für gewaltfreie Konfliktlösungen auf. »Als Kirchen setzen wir uns für einen Vorrang des Zivilen als Grundlage europäischer Politik ein«, sagte er vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Cornelius-Bundschuh sagte weiter, das »Wettrennen um militärische Potenziale« in der EU sei kritisch zu hinterfragen. Wer sich nach außen für militärische Macht einsetze, müsse bedenken, dass das auch Wirkung nach innen habe. »Wer Zivilität, Gewaltfreiheit im Inneren will, wird darüber noch einmal nachdenken müssen«, so der Bischof. Er forderte unter anderem eine bessere Ausstattung von Friedensmissionen.

Im Entwurf einer Kundgebung, die der Synode zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde, wird die EU aufgefordert, Organisationen wie die Vereinten Nationen und die OSZE stärker bei zivilen Konfliktlösungsversuchen zu unterstützen. Zudem wird eine restriktivere Rüstungsexportkontrolle gefordert. Im Entwurf der Kundgebung wird gefordert, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für zivile Konfliktlösung und Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden – und damit genauso viel wie im sogenannten Nato-Ziel für die militärische Ausstattung angestrebt wird. Gefordert wird darin auch eine völkerrechtliche Ächtung autonomer Waffen. »Das Leitbild des Gerechten Friedens setzt vorrangig auf die Gewaltfreiheit als prima ratio«, unterstreicht der Kundgebungsentwurf die friedensethische Haltung der evangelischen Kirche. Der Bundeswehr-Oberstleutnant Mathias Meierhuber sagte vor der Synode, dass manchmal aber auch Gewalt als ultima ratio dem Bösen »als Rad in die Speichen fallen« müsse. »Als Christ trete ich für eine Welt ohne Gewalt ein«, sagte er vor der Synode und ergänzte: »Und doch bin ich mit einer unfriedlichen Wirklichkeit konfrontiert.«

Zum Abschluss der EKD-Synodentagung am Mittwoch wird ein endgültiger Beschluss über ein Friedenswort der Synode erwartet.

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