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Schorlemmer: Schöpfungsplan scheint Frieden nicht vorzusehen

epd
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Schwerter zu Pflugscharen

Nach Auffassung des Theologen Friedrich Schorlemmer hat die Menschheit nach Auschwitz und Hiroshima erkannt, dass Versöhnung meist nicht langanhaltend ist. »Ein friedliches, gedeihliches Miteinander scheint der Plan der Schöpfung nicht vorzusehen«, sagte der frühere DDR-Bürgerrechtler am Freitag vor mehr als 450 Besuchern des evangelischen Kirchentags in Wittenberg.

Menschen wie Papst Franziskus machten jedoch Mut, dass die Menschheit aus solchen Sackgassen wieder herausfinden könne, wenn sie es lerne, Hass zu überwinden und zu verzeihen, fügte Schorlemmer seiner Bibelarbeit hinzu. Anhand der Bibelgeschichte um Konflikt und Versöhnung der Brüder Jakob und Esau (Genesis 33, 1–17) machte der Theologe auf die Schwierigkeiten im 21. Jahrhundert aufmerksam.

Pfarrer Schorlemmer erlangte Bekanntheit, als er beim letzten Kirchentag in Wittenberg 1983 eine Friedensaktion im Hof des Lutherhauses initiierte. Bei der Zeremonie wurde ein Schwert im Feuer erhitzt und gemäß dem in der DDR verbotenen Symbol »Schwerter zu Pflugscharen« umgeschmiedet. Jene Aktion gilt heute als ein entscheidender Moment in der ostdeutschen Friedensbewegung. Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg geht noch bis Sonntag.

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1 Lesermeinungen zu Schorlemmer: Schöpfungsplan scheint Frieden nicht vorzusehen
Britta schreibt:
02. Juni 2017, 14:21

Solange es eine Finanzelite gibt, die über das, was in der DDR als MIK (militärisch-industrieller Komplex) bekannt war, immer wieder Völker gegeneinander hetzen und mit der Ausstattung beider Seiten, wie schon im 1. und 2. WK geschehen, ihre Profite maximieren, wirds keinen dauerhaften Frieden geben. Noch schlimmer ist aber, daß über dümmliche Slogans wie "no borders no nations" etc. sich diejenigen, die vorgeben, diese Finanzelite, die durch die sogenannte Globalisierung immer mehr Hemmnisse für ihr skrupelloses Wirtschaften beseitigen, zu bekämpfen, gerade zu deren Bütteln machen.
Wie sagte einst Frank Zappa: "Die Politik ist das Unterhaltungsprogramm der Rüstungsindustrie."
Die meisten Leute merkens gar nicht und die, die es merken, sind dann Verschwörungstheoretiker oder Nazis...
Der normale, fleißig arbeitende (und später alles bezahlen müssende) Mensch will keinen Krieg, der will nur in Ruhe gelassen werden.

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