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Ökumenisches Bau- und Sozialprojekt gestartet

Campus Lorenzo in Leipzig soll Kirchgemeinde, Berufsschulzentrum und Wohnen verbinden
Uwe Naumann
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  • Spatenstich für den Campus Lorenzo (v.l.): Thomas Hajek, Pfarrer der katholischen Kirchgemeinde St. Laurentius Leipzig-Reudnitz, Steffen Kretzschmar, Geschäftsführer des kirchlichen Wohnungsunternehmens basis d, Lars Menzel, Leiter des Bildungsinstituts Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie, Tobias Strieder, Geschäftsführer des Caritasverbandes Leipzig. Foto: Uwe Naumann

    Spatenstich für den Campus Lorenzo (v.l.): Thomas Hajek, Pfarrer der katholischen Kirchgemeinde St. Laurentius Leipzig-Reudnitz, Steffen Kretzschmar, Geschäftsführer des kirchlichen Wohnungsunternehmens basis d, Lars Menzel, Leiter des Bildungsinstituts Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie, Tobias Strieder, Geschäftsführer des Caritasverbandes Leipzig. Foto: Uwe Naumann

  • So soll der neue Campus Lorenzo mit seiner Berufsschule und der Wohnbebauung (rechts) künftig aussehen. Grafik: archlab

    So soll der neue Campus Lorenzo mit seiner Berufsschule und der Wohnbebauung (rechts) künftig aussehen. Grafik: archlab

Mit einem Spatenstich für eine neue Kindertagesstätte haben am Freitag die Arbeiten für das ökumenische Sozialprojekt Campus Lorenzo in Leipzig-Reudnitz begonnen. Auf 12 000 Quadratmetern wollen vier kirchliche Partner um die katholische Kirche St. Laurentius herum auch etwa 90 Wohneinheiten sowie ein Berufsschulzentrum mit Wohnheim bauen. Das kirchliche Wohnungsunternehmen basis d aus Dresden investiere dafür etwa 29 Millionen Euro, um bis 2021 das Bauvorhaben abzuschließen, sagte basis d-Geschäftsführer Steffen Kretzschmar. »Ziel des Campus Lorenzo ist es, Wohnen, Arbeiten und Lernen an einer Adresse perfekt zu verbinden«, sagte Steffen Kretzschmar zum Baustart. Und die Kirchgemeinde wolle für den Campus das spirituelle Herz sein und sich weiter öffnen, sagte Pfarrer Thomas Hajek. Auch das Pfarrhaus werde saniert und umgebaut.

Als erstes Teilprojekt des Campus Lorenzo errichtet der Caritasverband Leipzig im ehemaligen Pfarrgarten eine Kindertagesstätte mit 124 Plätzen. »Für uns als christlichen Träger ist die Nähe zur Pfarrgemeinde sinnvoll«, sagte Tobias Strieder, Geschäftsführer des Caritasverbandes Leipzig. »Denn das Herzstück ist die religionspädagogische Konzeption, die Begegnung mit Gott«, so Strieder. Der dreigeschossige Neubau soll im Herbst 2019 in Betrieb gehen können.

Im zweiten und dritten Bauabschnitt ist ein Berufsschulzentrum der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland und ein daran angeschlossenes Wohnheim geplant. Dafür werde unter anderem das lange leerstehende Johannesstift denkmalgerecht saniert. Die Auszubildenden in Sozial- und Gesundheitsberufen sollen auch mit der neuen Kindertagesstätte zusammenarbeiten und beispielsweise mit dem Berufsbildungswerk auch ein Café in dem Neubau betreiben. »Dadurch profitieren die künftigen Auszubildenden auf dem Campus Lorenzo von der direkten Nachbarschaft untereinander«, sagte Lars Menzel, Leiter des evangelischen Bildungsinstituts Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie. Bereits seit acht Jahren ist das Bildungsinstitut in Räumen der Pfarrgemeinde St. Laurentius eingemietet.

Den Campus Lorenzo abschließen werde eine Wohnbebauung mit rund 90 Wohneinheiten für alle Generationen, sagte Steffen Kretzschmar, Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens basis d. Außerdem werden Angebote wie Tagespflege, Sozialstation und Geschäfte für den täglichen Bedarf in den Neubau einziehen. 2021 könne die seit zehn Jahren verfolgte Idee des Campus Lorenzo dann Wirklichkeit sein, so Kretzschmar.

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