Zeit der Klage – Kirchen erinnern an Corona-Tote

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Trauer, Tod, Klage, Hoffnung, Corona, Zeit, Ewigkeit
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Unter dem Titel „Zeit zur Klage – Raum für Hoffnung“ werden am Sonntag, 18. April 2021, viele Kirchen und Kapellen in Sachsen ihre Türen öffnen und die Menschen vor Ort zu einem gemeinsamen Corona-Gedenken einladen. Dabei soll an die Verstorbenen erinnert sowie an all diejenigen gedacht werden, die unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden, Nachteile erfahren oder schmerzliche Erfahrungen machen mussten. Darauf machte das Landeskirchenamt vorab aufmerksam.

Sächsische Kirchgemeinden laden am kommenden Sonntag zu Gottesdiensten, Andachten und Zeiten der Stille in offene Kirchen ein. In den Gottesdiensten an diesem Tag wird mit gemeinsamen liturgischen Elementen der in der Corona-Zeit Verstorbenen und ihrer Hinterbliebenen gedacht und Fürbitte für Menschen gehalten, die derzeit unter der Corona-Pandemie in Deutschland und weltweit leiden. Auch am Nachmittag und Abend dieses Sonntags werden viele Kirchen geöffnet sein, um Christen und Nichtchristen eine Möglichkeit des Gedenkens, zur persönlichen Einkehr und für die eigene Klage zu geben und gleichzeitig einen Hoffnungsort mit Trost und Stärkung anzubieten.

In den Kirchen gibt es Gelegenheit, eine Kerze zu entzünden, Orgelmusik oder Texte zu hören oder mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern ins Gespräch zu kommen. In vielen Kirchen läuten um 15 und 18 Uhr die Glocken an diesem Tag. 

Ausgewählte Gottesdienste und Offene Kirchen in Sachsen:

Dresden

Die Dresdner Frauenkirche lädt an diesem Tag um 11 Uhr zu einem Gottesdienst mit Pfarrer Christoph Seele und um 15 Uhr zu einer Andacht mit Pfarrer i. R. Joachim Zirkler ein. Am Nachmittag steht die Kirche zum stillen Gebet offen. Zudem läuten die Glocken vieler Kirchen in Dresden um 15 und 18 Uhr.

In der Kreuzkirche Dresden finden um 15 Uhr und 18 Uhr Andachten mit Superintendent Albrecht Nollau statt, dazwischen steht die Kreuzkirche für Besucherinnen und Besucher offen.

Auch die Dreikönigskirche wird von 15 bis 18 Uhr offen sein und in dieser Zeit regelmäßige Andachten mit Pfarrer Matthias Kunze anbieten.

Im Seelsorgezentrum im Uniklinikum Dresden in der Dresdner Johannstadt wird zum Mittagsgeläut um 12 Uhr eine kurze Andacht im Freien vor dem Seelsorgezentrum (Haus 50) stattfinden. Anschließend wird in den Raum der Stille zum persönlichen Gedenken eingeladen.

Ein Gottesdienst zum Coronagedenken wird um 9.30 Uhr im Johanneshaus (Haydnstr. 23) gefeiert und auch via Zoom übertragen.

Auf dem Gelände der Versöhnungskirche in Dresden-Blasewitz wird ab 10 Uhr bis abends zu einem interaktiven Weg des Gedenkens und der Fürbitte eingeladen. Die Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben wird nach einem geistlicher Impuls und Musik um 15 Uhr noch bis 18 Uhr geöffnet sein. Um 19 Uhr wird dann zu einem Zoom-Gottesdienst eingeladen, zu dem man zu Hause Kerze und Streichhölzer bereitlegen und eigene Fürbitten einbringen kann.

In den Gottesdiensten Kirchspiels Dresden West wird in den Fürbitten der Menschen gedacht, die in der Coronazeit verstorben sind. Von 15 bis 18 Uhr wird die Kirche Briesnitz geöffnet sein als Raum der Stille, des Gebets und des Gedenkens.

Die Laurentiuskirchgemeinde Dresden lädt am 18. April um 9.30 Uhr und 10.30 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst für die Opfer der Coronapandemie mit Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer in die St.- Markus-Kirche Dresden Pieschen ein. Danach wird die Kirche von 14 bis 18 Uhr für Stille und Gebet geöffnet sein.

Eine Open-Air-Andacht mit Bläsermusik findet um 15 Uhr vor der Rähnitzer Kirche auf dem Friedhof statt.

Die Kirchen Langebrück und Weixdorf sind von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Es soll die Möglichkeit geben, Gebete aufzuschreiben und es liegen Texte aus.

Leipzig

Unter dem Motto „Zeit zur Klage, Raum für Hoffnung“ steht eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Leipzig, der Leipziger Kirchen und Religionsgemeinschaften im Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie am 18. April. Die Veranstaltung in der Nikolaikirche wird ab 17 Uhr live auf www.Kirche-Leipzig.de übertragen. Darüber hinaus stehen in Leipzig Kirchen zum Gedenken und Gebet offen.

Auch viele Kirchen im Leipziger Land bieten Gottesdienste und offene Kirchen an. In die Frauenkirche in Grimma wird um 17 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst eingeladen.

In der Stadtkirche St. Marien in Borna findet um 10 Uhr ein Gottesdienst zum Thema statt, in der Zeit von 17 bis 18 Uhr wird zu einer Gedenkzeit eingeladen, an der auch die Oberbürgermeisterin mitwirken wird. Dazu wird Orgelmusik alter und neuer Meister erklingen und es wird kleine Textimpulse aus der Bibel und der modernen Literatur geben.

Weitere Regionen:

Die Kirchgemeinden in Bautzen laden in ökumenischer Verbundenheit am Nachmittag ab 15 Uhr zu Andacht, Musik und Gebet in den Dom St. Petri ein.

In und um Bischofswerda finden am Sonntag Gottesdienste statt, ein Gottesdienst mit Superintendent i.R. Andreas Conzendorf beginnt um 10:30 Uhr in der Christuskirche in Bischofswerda. Diese wird auch am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Zu Beginn und Abschluss läuten die Glocken. Kantor Samuel Holzhey wird das Gedenken im Lauf des Nachmittags musikalisch begleiten und Pfarrer Joachim Rasch steht für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung.

In der Hauptkirche St. Marien Kamenz wird es im Gottesdienst um 10 Uhr eine Fürbitte gehalten und um 18 Uhr werden die Glocken zu einem Gebet in die offene Kirche einladen. In Rammenau wird es im Gottesdienst um 10.30 Uhr in einem besonderen Teil der Predigt ein Coronagedenken geben.

Die Radwege-Kirche Walddorf bietet von 14 bis 16 Uhr eine Offene Kirche mit Klagebuch und Hoffnungskerzen an, um 15.30 Uhr wird zu einer Gedenk-Andacht mit Pfarrer Stephan Rehm eingeladen.

In der Petrikirche und im Freiberger Dom finden um 10 Uhr Gottesdienste zum Corona-Gedenken statt. Am Nachmittag dieses Sonntags wird der Dom von 15 Uhr bis 18 Uhr und die Petrikirche von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet sein, um Christen und Nichtchristen eine Möglichkeit des Gedenkens zu eröffnen. Es wird eine Klagewand geben, an die Klagezettel geheftet werden können, Kerzen der Hoffnung können entzündet werden und die Ortspfarrer sowie die Superintendentin stehen für Gespräche über das, was Menschen bewegt, zur Verfügung.

In der Kirchgemeinde Frauenstein wird im Gottesdienst in Burkersdorf an mehreren Stellen Bezug genommen auf das Gedenken an die Corona-Opfer an diesem Tag, in Frauenstein ist am Sonntag-Nachmittag ein Vesper-Gottesdienst zum Thema geplant.

In Oelsa ist die Kirche von 12–18 Uhr geöffnet und um 17 Uhr ein Gottesdienst geplant.

Um 15 Uhr wird in Chemnitz zu einer ökumenischen Andacht in die Propsteikirche eingeladen, an der auch der Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, Sven Schulze, teilnehmen wird. Am Nachmittag und Abend dieses Sonntags werden viele Kirchen geöffnet sein. Im Zentrum ist die Schloßkirche von 14–17 Uhr offen. Die Stadt- und Marktkirche St. Jakobi ist nach dem Gottesdienst bis 16 Uhr geöffnet. Hier liegt ein Buch aus, in das Bitten und Klagen eingeschrieben werden können, welche dann in kommenden Gebetszeiten in der Kirche vorgetragen werden. Die Kreuzkirche Kaßberg steht nach dem Gottesdienst bis 13.30 Uhr offen. Von 15 bis 18 Uhr sind die Lutherkirche, die St. Andreaskirche Gablenz, die St. Matthäuskirche Altendorf, die Trinitatiskirche Hilbersdorf und die Trauerhalle auf dem Trinitatisfriedhof geöffnet. Weitere Chemnitzer Kirchen öffnen zu anderen Zeiten ihre Türen.

In der Region Oederan wird um 9 Uhr in Gahlenz und um 10.30 Uhr in Oederan zu Gottesdiensten mit Corona-Gedenken eingeladen. In Großwaltersdorf wird das Thema um 10.15 Uhr im Gottesdienst aufgenommen. In Oederan wird außerdem die Kirche von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.

In Hohenstein-Ernstthal wird die St. Christophori-Kirche nach dem Gottesdienst noch für eine Stunde geöffnet bleiben für eine persönliche Andacht und die Möglichkeit, eine Fürbittkerze zu entzünden. Pfarrerin Anke Indorf wird vor Ort sein und mit den Menschen beten und für Gespräche bereit stehen.

Die Friedenskirche Aue-Zelle lädt um 16 Uhr zu einer Stillen Zeit des Gebetes unter dem Thema: „Zeit der Klage-Raum für Hoffnung“ ein.

Eine offene Kirche wird in Niederschlema von 17 bis 18 Uhr angeboten. Dort ist es möglich, eine Kerze für jemanden anzuzünden, an den man gerne denken möchte, seine Klagen an einer Klagemauer abzugeben oder einfach zur Ruhe zu kommen. Auch für Gespräche stehen Menschen zur Verfügung.

In der Emmauskirche Schwarzenberg-Neuwelt wird um 10 Uhr ein Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Zeit stattfinden, zu dem die Familien eingeladen wurden, die seit Dezember 2020 Trauerfeiern mit den Corona Beschränkungen hinnehmen mussten. Die Angehörigen werden die Möglichkeit haben, ein Licht der Hoffnung anzuzünden.

In einem Gottesdienst um 10.30 Uhr in St. Wolfgang in Schneeberg wird Pfarrer Frank Meinel gemeinsam mit dem Bürgermeister der Bergstadt Schneeberg, Ingo Seifert, der Corona-Opfer gedenken. Danach wird die Kirche von 14–17 Uhr geöffnet sein mit der Möglichkeit des stillen Gedenkens und des Entzündens einer Kerze.

Im Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Ev.-Luth. St.-Aegidien-Kirche in Frankenberg wird das Thema in liturgischen Elementen aufgegriffen. Am Nachmittag wird die St.-Aegidien-Kirche von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein.

In Marienberg laden die Kirchen am 18. April nachmittags und abends zu einem Tag der offenen Kirchen für jedermann – ob gläubig oder nicht religiös gebunden – ein. Es gibt ein breites Angebot an geöffneten Gotteshäusern, um für jedermann die Möglichkeit zum Gebet und zur stillen Einkehr, aber auch zum gemeinschaftlichen Trauern und der Möglichkeit, wieder Hoffnung zu schöpfen, zu bieten. Teilweise werden auch Texte verlesen und es wird Musik gespielt, auch Kerzen können angezündet werden.

Offene Kirchen zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie bieten die Kirche St. Marien (14–17 Uhr), die Dorfkirche Satzung mit Orgelspiel (17–18 Uhr), die Heilig-Geist-Kirche Rübenau (14–15 Uhr), die Heilandskirche Lauterbach (17–18 Uhr) und die Stadtkirche Zöblitz (18–19 Uhr) an.

In Gelenau wird es neben einem Kurzgottesdienst zum Corona-Gedenken um 9 Uhr auf dem Kirchhof am "Ostergarten" ganztägig die Möglichkeit zum persönlichen Gedenken und Innehalten geben.

Die Ev.-Luth. Stadtkirchgemeinde Zwickau lädt von 15 bis 18 Uhr zur offenen Kirche in den Dom St. Marien ein. Besucherinnen und Besucher können an drei Stationen gedenken und sich an betroffene Menschen erinnern: „Zeit der Klage“, „Ort für Fragen“ und „Raum für Hoffnung“. Mit Superintendent Harald Pepel, Pfarrer Andreas Marosi und Gemeindepädagogin Dagmar Behnken stehen drei Ansprechpartner für persönliche Gespräche zur Verfügung. Teilnehmer erhalten auf Wunsch außerdem eine Kerze, die sie entweder im Dom aufstellen oder mit nach Hause nehmen können. Zur offenen Kirchen und einem stillen Gedenken wird auch in die Kirchen des Kirchspiels Zwickau Nord am Vormittag eingeladen. Auch in diesen Kirchen werden Seelsorgerinnen und Seelsorger für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen und es wird Raum für Klage und Hoffnung sein.

Die Lutherkirche in Plauen lädt um 9.30 Uhr zum Gottesdienst ein und bietet von 11 Uhr bis 16 Uhr eine Offene Kirche, Zeit zu Klage und Stille mit Kerzen an. Die St. Petri-Kirche in Rodewisch bietet von 15–17 Uhr eine Offene Kirche zum Innehalten nach über einem Jahr Pandemie an, in der Seelsorger vor Ort sein werden. Mit Stille, Musik, Textlesung, Gebet und Meditation soll Coronaopfern und ihrer Angehörigen gedacht werden.

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