"Keine Fete ohne Gott"

Leipzig feiert seinen 1000. Geburtstag mit Festtagen vom 31. Mai bis 7. Juni
Uwe Naumann
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Es soll ein Jahrtausend-Fest für Leipzig werden – der 1000. Geburtstag der Messestadt. Vom 31. Mai bis 7. Juni feiert die Großstadt ihre stolze Geschichte mit den "StadtFestTagen". Die Kirchen bieten dafür ein eigenes Programm unter dem Motto "Aus Quellen schöpfen".

"Das ist ein Muss für die Kirchen, hier dabei zu sein", sagte Christian Wolff bei der Vorstellung des Programms am Donnerstag in Leipzig. "Weil die Historie mit der Kirche eng verbunden ist", begründete der frühere Thomaskirchenpfarrer als leitender Verantwortlicher für den kirchlichen Beitrag zum Stadtjubiläum das Engagement.

Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew, Beauftragter für das Stadtjubiläum, meinte dazu: "Ohne Gott kein Bischof Thietmar von Merseburg, ohne Bischof keine Urkunde mit Ersterwähnung Leipzigs und ohne Urkunde keine Feier." Schließlich brachte er es bündig auf den Punkt: "Ohne Gott keine Fete."

Beginnen soll das kirchliche Programm mit dem traditionellen Friedensgebet am Montag (17 Uhr) in der Nikolaikirche. Am Mittwoch ab 18 Uhr öffnen sich für Interessierte über 40 Kirchen und andere Gotteshäuser. Beteiligt sind unterschiedliche Religionsgemeinschaften der Stadt. Um 22 Uhr soll der Abend mit einem Gebet für die Stadt in allen Gotteshäusern gleichzeitig einen gemeinsamen Abschluss finden. "Es ist ein Gebet verschiedener Religionen, aber kein interreligiöses Gebet", sagte Leipzigs Superintendent Martin Henker. "Für das interreligiöse Gebet suchen wir immer noch eine geeignete Form."

Höhepunkt der Festtage werde ein besonderer ökumenischer Gottesdienst aller Stadtgemeinden am 7. Juni (11 Uhr) auf dem Markt, kündigte der Superintendent an. Einerseits gebe es eine große musikalische Bandbreite zu erleben: von einer Band der Baptisten über die Posaunenchöre der Kirchgemeinden bis zu ökumenischen Kinderchören. Andererseits machte Martin Henker auf eine "Dialogpredigt" von vier Predigern neugierig, "also eigentlich eine Art Quattrolog", sagte der Superintendent lächelnd. "Aber es werden noch mehr als diese Vier werden", ergänzte er. "So wurde bei einem ökumenischen Gottesdienst noch nicht gepredigt", erhöhte Martin Henker die Spannung auf den Sonntag.

Die offenen Gotteshäuser im Detail (pdf)

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