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Zwönitzer Altenpflegeheim: Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

(so)
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Zwönitzer Altenpflegeheim »Bethlehemstift« Corona
Im Zwönitzer Altenpflegeheim »Bethlehemstift« haben sich 51 Bewohner und 33 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. © André März

Im Zwönitzer Altenpflegeheim »Bethlehemstift« wurden mittlerweile 51 Bewohner und 33 Mitarbeiter positiv auf nCoV19getestet. Das teilte die Diakonie Aue/Schwarzenberg e.V. als Träger der Einrichtung mit. Zum Zeitpunkt 03.04.2020 (12 Uhr) verzeichnete die Einrichtung 3 Tote, die positiv auf nCoV19 getestet waren, die genaue Todesursache sei aber nicht bekannt. In der Pressemeldung heißt es: »Die Bekanntgabe der Zahl der positiv getesteten Mitarbeitenden und Bewohner durch das Gesundheitsamt hat uns zutiefst erschüttert.«

Rainer Sonntag, Vorstand Diakonisches Werk Aue/Schwarzenberg e.V., teilte mit: »Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen und insbesondere den Bewohnern des Altenpflegeheims Zwönitz, die nach dreiwöchiger Trennung weiterhin auf die Nähe zu Ihren Liebsten verzichten müssen. Bewegt und ergriffen teile ich Ihnen mit, dass augenblicklich 78 Bewohner in einem derzeit stabilen gesundheitlichen Zustand betreut und versorgt werden. Ich danke allen Mitarbeitenden, die mit großer Kraftanstrengung und unermüdlichem Einsatz vorbildlich ihren Dienst in diesen schweren Tagen verrichten.«

Sofort nach Mitteilung der Testergebnisse der Bewohner haben die Mitarbeitenden des APH Zwönitz begonnen, die nun notwendigen Vorkehrungen, entsprechend des Pandemieplanes unter Berücksichtigung der Auflagen des Gesundheitsamtes anzupassen und umzusetzen. Die Bewohner, die sich derzeit in einem stabilen Gesundheitszustand befinden, verbleiben in der Einrichtung und werden unter Berücksichtigung strenger hygienischer Maßgaben versorgt. Die 51 positiv getesteten Bewohner werden in einem separaten Wohnbereich isoliert, dieser Bereich wird durch eine Schleuse (Infektionsschutz) getrennt. Für die nächste Zeit steht die für das Personal erforderliche Schutzausrüstung in ausreichender Menge zur Verfügung.

Personal, das positiv getestet wurde aber ohne Symptomatik ist, d.h. sich fit fühlt und keine Beschwerden hat, kann in Umsetzung der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts unter Auflagen wie z.B. der eigenen strengen Überwachung und dem Tragen von Schutzausrüstung im Dienst verbleiben und positiv getestete Bewohner weiterhin versorgen. Mitarbeitende, bei denen typische Symptome ausgebrochen sind und bleiben bis zur Genesung zuhause. Man achtet streng auf die Einhaltung der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts und ist für die Bewohner in der Verantwortung die Versorgung weiter zu gewährleisten.

Darüber hinaus wurde für personelle Unterstützung aus anderen Einrichtungen der Diakonie Erzgebirge gesorgt, um bereits erkrankte Kolleginnen und Kollegen zu ersetzen. Bereits seit 13. März 2020, eine Woche vor der Allgemeinverfügung, veranlasste das Diakonische Werk, dass alle stationären Einrichtungen für Besucher nicht mehr zugänglich sind. Ein werksinterner Krisenstab tagt seitdem täglich und filtert die ankommenden Informationen und arbeitet diese den Einrichtungen der Diakonie Erzgebirge mit zeitnah notwendigen Präventionsmaßen passgenau zu. Im Pflegeheim Zwönitz wurde heute ein weiterer einrichtungsinterner Krisenstab mit Beteiligung des Trägers gebildet.

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