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Kirche ratlos vor dem Krieg

Zum Bundeswehreinsatz über Syrien verhält sich die evangelische Kirche auffällig unauffällig – dabei widerspricht er ihrer Friedensdenkschrift. Warum ist das so?
Andreas Roth
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Deutsche Flugzeuge für den Krieg gegen den IS-Terror: Techniker bereiten den ersten Einsatzflug zweier Bundeswehr-Tornados im türkischen Incirlik vor. © Bundeswehr/Falk Bärwald

Deutsche Düsenjäger unterstützen seit einer Woche Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak, ein Bundeswehr-Airbus betankt alliierte Bomber in der Luft, der Bundestag hatte nach den Pariser Terroranschlägen den Einsatz mit großer Mehrheit und noch größerer Eile am 4. Dezember beschlossen. Und die evangelische Kirche? Sie findet weder zu einem klaren Nein noch zu einem Ja.

Zwar hat der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm seine Skepsis gegenüber der Begründung des Kriegseinsatzes ausgesprochen und der EKD-Friedensbeauftragte hat vernehmbar protestiert – aber danach folgte nicht mehr viel. Die innere Ratlosigkeit und Zerrissenheit der evangelischen Kirche spiegelte sich am deutlichsten wohl kurz vor der Bundestagsentscheidung Anfang Dezember bei einer Kirchenkonferenz, zu der sich die Leitungen der EKD-Mitgliedskirchen trafen.

Eindruck machte dort der Auftritt der evangelischen SPD-Abgeordneten Kerstin Griese. »Ich kann es nicht ertragen, dieser unglaublichen neuen Dimension von Gewalt durch den IS einfach zuzusehen«, sagt Kerstin Griese, die im SPD-Bundesvorstand und im Rat der EKD sitzt, dem Sonntag. Sie hat nach schwieriger Gewissensabwägung für den Einsatz gestimmt und hofft auf die begonnenen Syrien-Friedensgespräche. »Mit dem IS aber kann man keinen Runden Tisch machen. Es gibt manchmal Situationen, in denen man sich auch schuldig machen kann, wenn man etwas nicht tut.« Die Hürden der EKD-Friedensdenkschrift für einen Kriegseinsatz liegen indes höher. Das Papier von 2007 fordert eine »Autorisierung« durch die UNO, dazu eine »begründete Aussicht auf Erfolg«, ein »friedens- und sicherheitspolitisches Gesamtkonzept« mit einer »realistischen Abschätzung des für die Konsolidierung nötigen Zeithorizonts« und »Exit-Kriterien«.

«Die Strategie des Bundeswehreinsatzes aber ist nicht wirklich klar und ein offizielles UNO-Mandat liegt nicht vor«, sagt die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die als stellvertretende Vorsitzende der EKD-Kammer für Öffentliche Verantwortung an der Friedensdenkschrift mitgeschrieben hat, dem Sonntag. »Dieser Einsatz widerspricht unserer Friedensdenkschrift – aber zugleich wollen wir uns gegenüber den Politikern nicht auf das hohe moralische Ross setzen und ihnen sagen: Ihr habt die Verantwortung und wir haben die Ethik.«

Diese Nachdenklichkeit bestimmte der Ton der Friedensdebatte bei der EKD-Kirchenkonferenz Anfang Dezember, berichten Teilnehmer übereinstimmend. Einige Kirchenleiter kritisierten den Einsatz eher, andere befürworteten ihn eher. »Ich bin da auch am Suchen«, sagt der sächsische Landesbischof Carsten Rentzing. »Es sind Fragen, die mir auf dem Herzen liegen, aber auf die ich im Augenblick keine passende Antwort habe.« Anders als etwa die badische Kirchenleitung oder die hessen-nassauische Synode habe die sächsische Kirchenleitung keine Positionierung geplant, so Rentzing.

Eine neue Debatte ist trotzdem eröffnet. »Wir brauchen eine neue Friedensdenkschrift«, fordert das EKD-Ratsmitglied Kerstin Griese. »Bei der Arbeit an der bisherigen Friedensdenkschrift 2007 konnte man nicht voraussehen, dass Terroristen wie der IS ein Staatsgebilde gründen und sich wie ein Staat verhalten.« Auch Sachsens Landesbischof schließt Gedanken zu einer Nachbesserung nicht aus.

Die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler möchte indes von den hohen Kriterien aus der Friedensdenkschrift nicht abrücken. »Wir dürfen von unseren Maximalansprüchen nicht runter – aber wir haben in bestimmten Situationen auch Respekt vor denen, die diesen Ansprüchen nicht genügen können.«

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9 Lesermeinungen zu Kirche ratlos vor dem Krieg
Britta schreibt:
14. Januar 2016, 7:28

Heute in den Nachrichten: A. Merkel fordert einen höheren "Verteidigungsetat" auf Wunsch Washingtons. Eine Aufrüstung der NATO auf Wunsch Washingtons? Wo bleibt die Friedensbewegung?
Unserer Grenzen können wir angeblich nicht schützen, aber in fremde Länder gehen wir ohne UN-Mandat. Dabei haben Syrien und Afghanistan Deutschland noch anfang 45 den Krieg erklärt und die Feindstaatenklauseln der UNO sind nicht außer Kraft gesetzt! Diese Länder hätten also formaljuristisch das Recht, Deutschland anzugreifen und es wäre von der UN abgesegnet, im Gegensatz zu manchem deutschen Einsatz dort! Wo bleibt der pazifistische Aufschrei? Pberall, wo die US-geführte NATO bisher für Demokratie und Menschenrechte hinbombte, sind gerade diese auf der Strecke geblieben!

Marco Krieger schreibt:
04. Februar 2016, 11:10

Hallo Britta,
so funktioniert ein Imunsystem in einem "politischen Körper".
Wenn Frau Merkel einen höheren Etat für die Einsätze in Syien und gegen IS einfordert, weil wir im Rahmen der NATO dazu aufgefordert werden, dann ist das Realpolitik.
Was ist Ihre Einwand dagegen?
Friedenbewegung? Was wollen Sie mit der im Kampf gegen den IS anstellen?

"Der Baum der Freiheit muß von Zeit zu Zeit mit dem Blut der Patrioten und der Tyrannen begossen werden. Dies ist der Freiheit natürlicher Dünger."
Thomas Jefferson

Ich empfehle Ihnen das Buch Kohelet, Kapitel 3 zu lesen, dort wird aus christlich/biblischer Sicht erklärt, dass Frieden und Gewaltlosigkeit Ziele sind, die man manchmal mit der Waffe in der Hand herbeiführen muss.
Sie als Christin sollten Ihre Bibel besser kennen als ich, ich bin, wie Sie wissen, Atheist.

Das sich seit 1945 das politische Gefüge in der Welt gewandelt hat, sollte auch bei Ihnen angekommen sein.
Die Bundesrepublik Deutschland ist völkerrechtlich nicht vollumfänglich der Erbe der politischen oder militärischen Hinterlassenschaften des 3. Reiches.
Die UNO wurde nach der Kapitulation Deutschlands gegründet, sollte also für die noch zu gründende Bundesrepublik Deutschland keine Regelungen gleich welcher Art getroffen haben.
Das die Kriegserklärungen nach Kriegsende obsolet sind und das Konstrukt, gegen das sich diese Erklärung gerichtet hatte, nicht mehr existiert, kommt Ihnen nicht in den Sinn?

"Pberall, wo die US-geführte NATO bisher für Demokratie und Menschenrechte hinbombte, sind gerade diese auf der Strecke geblieben!"

So so, und Sie leben vermutlich in einer Diktatur, oder?
Insgesamt strotzt Ihr Beitrag vor historischer Unkenntnis und Blauäugigkeit.
Und Sie haben nicht mal eine gute Entschuldigung dafür, schließlich sitzen Sie gerade vor der größten Enzyklopädie, die jemals einem Menschen zur Verfügung stand und sind nur Mausklicks vom dem Wissen entfernt, dass Ihnen offensichtlich fehlt.
Also, einfach mal googlen und dann schreiben.
Mit freundlichem Gruß
Marco Krieger

Gert Flessing schreibt:
15. Januar 2016, 6:51

Ich weiß nicht, ob sich der deutsche Einsatz in den Konflikten unserer Tage wirklich vermeiden lässt.
Die friedensethischen Ideen und Denkschriften in allen Ehren, aber haben sie irgend etwas in der Praxis bewirkt?
Das, was unsere Tornados an Aufklärungsarbeit leisten ist ja nur die Spitze des Eisberges unserer Beteiligung an den unterschiedlichsten Maßnahmen militärischer Art, weltweit.
Dabei sollte immer bedacht werden, dass sich Lösungen wirklich nicht herbei bomben lassen. Wenn die Luftschläge nicht die Vorbereitung für den Einsatz von Bodentruppen sind, sind es wirklich Luft - Schläge.
Da haben die syrischen Christen schon Recht, wenn sie uns anklagen, das wir sie verraten und in ihren Sorgen nicht ernst genommen haben.
An der Stelle aber scheinen mir auch die Friedensethiker lieber weg zu schauen.
Gert Flessing

Britta schreibt:
15. Januar 2016, 8:32

Die Armee eines Landes ist vorrangig zum Schutz desselben da. Dafür bezahlen die Bürger eines Staates Steuern. Aufgrund historischer Erfahrungen erschließt sich mir nicht, was die Bundeswehr, deren Aufrüstung jetzt aus Washington gefordert wurde, woanders sucht. Weder hat sie der syrische Staat um Hilfe ersucht, noch gibt es ein UN-Mandat. Zu bedenken sind m.E. auch immernoch die Feindstaatenklauseln der UNO - der Schuß kann nämlich auch nach hinten losgehen. Solange zudem Waffenlieferungen nach Saudi Arabien etc. erfolgen, ist das alles nur eine Show, wo Menschen verheizt werden - wie eigentlich in jedem Krieg!
Wann fing denn die Verfolgung der Christen im Levante wieder stark an? Als der fremdfinanzierte arabische Frühling die Region ins Chaos warf. Christen sollten sich weltweit gegen solche Eingriffe in souveräne Staaten verwehren und die wahren Schuldigen offen benennen.

Marco Krieger schreibt:
04. Februar 2016, 11:16

"Wann fing denn die Verfolgung der Christen im Levante wieder stark an? Als der fremdfinanzierte arabische Frühling die Region ins Chaos warf"

Könnten Sie mir bitte eine Quelle nennen, aus der Sie entnehmen, dass der arabische Frühling fremdfinanziert war?
Und wer hat hier, Ihrer Meinung nach, finanziert?

Gert Flessing schreibt:
15. Januar 2016, 10:24

Liebe Britta, ich habe mich viele Jahre, auch im Blick auf friedensethische Fragen, mit militärischen Fragen beschäftigt.
Wir haben Krieg. Ob wir das wahr haben wollen oder nicht.
Es ist ein Krieg, der auf verschiedenen Ebenen geführt wird.
In ihn sind wir involviert, ob wir es wollen oder nicht.
Die USA sind nicht unschuldig an dem, was geschieht. Aber das wir das erkennen hilft uns nicht und bewahrt uns nicht davor, Teilnehmer zu sein.
Falsche militärische Entscheidungen, die von anderen getroffen wurden, haben noch nie dazu geführt, das man sich einfach zurück ziehen konnte.
Die Feindstaatenklausel ist, im Blick auf Afghanistan und Syrien völlig irrelevant, denn beide haben nicht die Möglichkeit, als Staat, einen geordneten Angriff auf uns zu führen.
Ich halte den Konflikt schon, im weitesten Sinne, für einen der unterschiedlichen Zivilisationen.
Er wird zum einen auf der Ebene der direkten militärischen Konfrontation geführt, zu der auch die Luftaufklärung gehört. Hier fehlt der Einsatz von Bodentruppen, die gezielt Kampftruppen des Gegners niederkämpfen und dessen Kommandostrukturen zerschlagen.
Das müsste nicht nur in Syrien und dem Irak geschehen, sondern ebenso, wenn auch in etwas kleinerem Maßstab in Mali, Zentralafrika und dem Sudan.
Die zweite Ebene ist die des, uns in Europa, treffenden Terrors. Das ist ein völlig logischer kriegerischer Akt im asymmetrischen Krieg unserer Zeit. Es ist kein Verbrechen von Kriminellen, sondern eine Kriegshandlung, die zur Aufgabe hat, die Menschen hier zu lähmen und ihren Willen zum Kampf zu vernichten.
Es ähnelt in gewisser Weise dem "Terrorbombing", ist aber wesentlich effektiver, weil es gezielter ist und stichpunktartig direkt von Kombattanten und nicht von moderner Technik durchgeführt wird.
Ein Bombengeschwader ist zu hören, ist zu sehen und man kann in den Keller gehen, aufs Land fliehen ...
Vor einem Mann mit einer Bombe in der Weste, kann man nicht weg rennen, wenn der sich in einer Menschenmenge befindet.
Dann gibt es noch die Metaebene des Medienkrieges und des Cyberkrieges. Hier sind die Fronten noch weniger klar. An der Stelle kann es passieren, das wir uns selbst zum Feind werden. Unterschiedliche politische Überzeugungen stehen gegeneinander und begünstigen durchaus den Gegner. Sie schwächen auch jene, die im Kampf stehen, weil sie ihnen den Rückhalt im eigenen Volk nehmen.
Ich will es mal so sagen: Ein richtig platzierter und formulierter Artikel kann die Wirkung eines Sprengsatzes haben.
Gert Flessing

Britta schreibt:
15. Januar 2016, 11:06

Lieber Herr Flessing,
es ist mir nicht entgangen, daß wir auf verschiedenen Ebenen Krieg haben: wirtschaftlich (nachdem sich seitens der Überseemacht bis vor ca. 1 1/2 Jahr immer über den Deutschen Exportüberschuß beklagt wurde - oder glauben Sie an Zufälle in Sachen VW etc. Dazu sollte man mal sehen, wie viele DAX-Konzerne sich noch in deutscher Hand befinden. Oder anders, wem gehört z.B. Krauss-Maffai? Politisch-medial: wie offenkundig werden wir täglich belogen, in allen Bereichen. Wenn die Lügen nicht mehr zu decken sind, dann wird flugs auf die Meinung umgeschwenkt, die vor ein paar Wochen noch unchristlich, nazihaft oder sonstwas war. Ich finde es eben einfach perfide und äußerst schädlich für unser Volk sowie für den Weltfrieden, daß Souveränität so gering geachtet wird, einerseits massiv Waffenexporte durchgewinkt werden, andererseits von denselben Leuten die Aufnahme von Legionen unregistrierter kampffähiger und z.T. -erprobter Männer aus einem völlig inkompatiblen Kulturkreis als humanitäre Pflicht suggeriert wird (am schlimmsten sind die, die vorgeben, das zu glauben). Somit importieren wir uns einen gefährlichen Feind hinter die Frontlinie, die nach dem Versprechen Deutschlands und der Alliierten nach dem 2. Weltkrieg allenfalls die Verteidigung der deutsche Grenze sein kann und nicht der Hindukusch oder sonstwo. Zumal ein UN-Mandat sowie eine nachvollziehbarer Plan fehlt. Da die Amis nachweislich IS unterstützt haben und dies sicher noch tun, wo es ihnen nützlich erscheint und Saudi arabien eine unrühmliche Rolle bei dem ganzen spielt (wo kommen eigentlich die vielen neuen Militärhammer beim IS her?), ist es eine Süiegelfechterei, bei der wir nur den kürzeren ziehen.
Wenn da die Kirche ihr o.k. gibt, dann frage ich mich, was sie von der Kirche unterscheidet, sie zum 1. und 2. WK das o.K. gab. Einerseits auf Nächstenliebe und Menschenrechte machen, andererseits zu völkerrechtswidrigen Kampfeinsätzen schweigen, das kann nicht christlich sein!
Oder kennen Sie ein Beispiel, wo es durch einen NATO-Kampfeinsatz friedlicher wurde?
Viele Grüße
Britta

Marco Krieger schreibt:
04. Februar 2016, 12:17

Hallo Britta,

oh mei, Sie sind wirklich verwirrt und ängstlich, oder?
Ich meine das nicht böswillig oder herablassend, bitte nicht falsch auffassen.
Ihre Texte schreien geradezu "Hilfe, ich habe die Orientierung verloren!"
Leider scheinen sie Orientierung in einem Gemisch aus Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zu suchen, anders kann ich mit den Wust, den Sie schreiben nicht erklären.
Nur um mal ein Beispiel zu nennen, woher haben Sie die Information, dass der IS von "den Amis" unterstützt wird?
Die Amerikaner haben zur Zeit der russischen Besatzung die Mudschaheddin ausgebildet, ausgerüstet und finanziert, ja, dass ist und war nie ein Geheimnis.
Aus diesen Mudschaheddin spalteten sich die Taliban ab. Talib heißt übrigens Schüler des Buches, meint also Koranschüler.
Osama bin Laden war einer der Mudschaheddin, die dann zu Taliban wurden.
Zu dem weitern Werdegang braucht, so denke ich, nicht mehr viel gesagt werden.
Die Finanzierung von Kräften in der Region endete spätestens mit dem 11.09.2001.
Es sind Mittel an lokale Gruppen geflossen, als Bestechungsgelder um die Hintermänner aufzuspüren, es wurden im Rahmen der internationalen Einsätze in Afganistan Schulen und Brunnen gebaut, Minen geräumt und eine Polizei und ein Militär gegründet und ausgebildet.
Und erst nachdem sich die internationalen Truppen aus dem Land verabschiedet haben, krochen die Taliban wieder an die Oberfläche und begannen wieder die Bevölkerung zu terrorisieren, die gesamte Bevölkerung, die zum überwiegenden Teil aus friedlichen Moslems bestehen.
Ich will nicht zynisch sein, aber die Christen, die dort "verfolgt" werden sind schlichte Kollateralschäden.
Es geht in diesen Konflikten nicht um Christen gegen Moslems, es geht um einen radikal-fundmentalistischen Islam und seinen Kampf gegen alles andere.
Und der IS ist schlicht und ergreifend die momentane Spitze dieser Bewegung.
Diese furchtbaren Dummköpfe schmeißen ihre Bomben genauso in Kirchen wie in Moscheen.
Sie zerstören unsere Kulturschätze, dass sind die Grundlagen aller Menschen, die dort mit dem Presslufthammer bearbeitet werde.
Diese Leute müssen gestoppt werden, genau so, wie Hitler gestoppt werden musste.
Manchmal ist es so einfach!

VW hat mit dem bewussten Betrug um die Abgaswerte seiner Fahrzeuge die Menschen irregeführt und die Steuersystem der Länder, in denen diese Fahrzeuge verkauft wurden zu Unrecht belastet.
Natürlich hat es eine fade Note, dass der Betrug in den Staaten aufgeflogen ist.
Aber das liegt nicht an amerikanischen Vorbehalten bezüglich eines Handlesüberschusses Deutschlands, sondern an den besonders scharfen Verbraucherschutzgesetzen, die dort gelten.
In einem Land, in dem einem Kunden Millionensummen als Schadensersatz gezahlt werden, weil er sich in einem Fast-Food-Restaurant am heißen Kaffee verbrüht hat, sollte man sich nicht wundern, wenn eine Betrugsabsicht ausgedeckt und abgestraft wird. Seit dem Vorfall mit dem verbrühten Kunden steht auf jedem Kaffeebecher "Contains Hot" Heißer Inhalt, fast weltweit.

Was mich beim Lesen Ihres Textes wirklich verblüfft hat, ist das Fehlen jeglicher Zuversicht und Hoffnung, die Christen doch angeblich aus ihrem Glauben an Gott beziehen.
Ist das, was geschieht nicht Teil des göttlichen Plans?
Glauben Sie wirklich, Sie könnten Gottes Plan ändern?
Wo ist Ihr Gottvertrauen in dieser Krise?
Ich frage das ernsthaft, weil ich dieses Gottvertrauen nie hatte.
Ja, die Welt steckt in einer Krise, dass kann ich täglich den Nachrichten entnehmen.
Und dann suche ich auch nach Antworten.
Die suche ich mir da, wo an den Problemen geforscht wird.
Und die Antworten, die ich finde, beruhigen mich nicht immer, aber sie geben mir einen klareren Überblick.
Und dann kann ich mit einem kühlen Kopf und Fakten zur Hand diese Krise beurteilen und in Relation setzen.
Ich vertraue auf den Menschen, weil er zu unglaublichen Dingen fähig ist und es jeden Tag erneut unter Beweis stellt, im Guten wie auch im Bösen.
Das ist eine verlässliche Basis.

Mit freundlichem Gruß
M. Krieger

Marco Krieger schreibt:
04. Februar 2016, 12:26

"Oder kennen Sie ein Beispiel, wo es durch einen NATO-Kampfeinsatz friedlicher wurde?"

Wie wäre es mit dem Balkan?
Soweit ich mich erinnere, sind die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Milizen beendet, Grenzen wurden neu gezogen und man kann in der Gegend heute wieder prima Urlaub machen.
Danke NATO, es hat ein bisschen gedauert und die UNO hätte es fast vergeigt, aber wenn man sich Mühe gibt...
Bitte Britta, bitte prüfen Sie Ihre Behauptungen an Hand von Fakten und fantasieren Sie sich nicht in eine Depression hinein.
Mit freundlichem Gruß
M. Krieger

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