Kein Vogelschiss

Von Nils Sandrisser
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Das Vergangene ist nicht tot. Es ist nicht einmal vergangen«, schrieb einst Christa Wolf. Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Und tatsächlich wird uns derzeit bewusst, wie lebendig das Vergangene ist.

Wir sehen es in den Depressionen und Angststörungen der Ausgebombten, Heimatvertriebenen, Frontsoldaten und KZ-Häftlinge, die im Alter häufig aufbrechen. Wir entdecken, dass diese Generation ihre psychischen Leiden vielfach an ihre Kinder und sogar ihre Enkel weitergegeben hat. Und wir sehen es im grassierenden Antisemitismus und Hass auf Minderheiten. Die NS-Zeit und der Krieg sind kein »Vogelschiss« in der deutschen Geschichte, wie Alexander Gauland schwadroniert. Sie umfassen zwar nur einen kurzen Zeitraum, aber der Schiss zieht eine Schmierspur bis ins Heute. Das ist Teil der Gegenwart, und somit ist es unsere Verantwortung, damit umzugehen. Diese Verantwortung besteht darin, über sich selbst nachzudenken. Welche Verwundungen in uns weiterschwären. Und welche Ressentiments. Genau das wollen aber jene nicht, die einen »Schlussstrich« fordern und davon faseln, finstere Mächte wollten einen »Schuldkult« in deutsche Gehirne hämmern. Das ist Unsinn.

Die Aufarbeitung, die die Gesellschaft bislang betrieben hat – das öffentliche Gedenken, das Kränzeniederlegen – ist aber nicht genug. Zu oft bleibt sie hohles Ritual. Eine echte Aufarbeitung nimmt die Familiengeschichten in den Blick. Das passiert auch schon, wenn die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration unter professioneller Begleitung auf den Grund gehen, was sie vom Krieg noch in sich tragen. Viele Bücher erscheinen derzeit über die Traumata, die auf die Nachkommen übergegangen sind. All das passiert nur noch nicht oft genug. Ein Schlussstrich wäre das genaue Gegenteil des dringend Notwendigen.

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Impressionen Lausitz-Kirchentag


  • Görlitz begrüßt an diesem Wochenende zum »Lausitz-Kirchentag« © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Mit viel Musik und zahlreichen Angeboten wurde gefeiert © Steffen Giersch


  • Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte zu diesem Anlass Görlitz © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Strahlender Sonnenschein und Hitze beim Lausitz-Kirchentag, die Stimmung blieb oben auf © Steffen Giersch




  • Gestaltet wurde der Lausitz-Kirchentag von der Sächsischen Landeskirche (EVLKS) und der Landeskirche für Berlin-Brandenburg und Schlesische Oberlausitz (EKBO) © Steffen Giersch


  • Tausende Christen nahmen am Lausitz-Kirchentag teil © Steffen Giersch


  • Stark in der Region: Die Sorben, hier in typischer Tracht © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Musik gehörte natürlich dazu, beim Gottesdienst und zahlreichen kleinen Teilveranstaltungen © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Auch diakonische Einrichtungen, wie hier die Bahnhofsmission, informierten © Steffen Giersch


  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte Stände © Steffen Giersch


  • Und Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil © Steffen Giersch


  • Spiel, Spaß und Informationen an vielen Ständen und Veranstaltungsorten in Görlitz © Steffen Giersch


  • Familie in Sorbischer Tracht – jede Stadt hat ihre eigene Tracht, die leicht voneinander variiert © Steffen Giersch




  • Austausch und Informationen boten viele Stände an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Ministerpräsident Kretschmer nahm an zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden teil – ein wichtiges Thema in der Region: Der Braunkohleausstieg © Steffen Giersch


  • Auch Bettina Westfeld nahm an der Diskussionsrunde zum Braunkohleausstieg teil © Steffen Giersch


  • Austausch und Informationen boten viele Christen an – die Besucher nahmen das gerne und gut an © Steffen Giersch


  • Am gemeinsamen Stand der sächsischen Kirchenzeitung DER SONNTAG und der Berliner Zeitung DIE KIRCHE© Steffen Giersch

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