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Ohnmacht vor Riss in der Gesellschaft

Bischöfe treffen sächsische Minister – gemeinsam wollen Sie Ideen zur Überwindung der Spaltung der Gesellschaft entwickeln
(epd)
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Bischöfe Markus Dröge Ilse Junkermann Carsten Rentzing
Am Rande des Treffens ostdeutscher Bischöfe mit sächsischen Ministern sprachen auch die drei Landesbischöfe Markus Dröge (Berlin, links), Ilse Junkermann (Evangelische Kirche Mitteldeutschland) und Carsten Rentzing (Sachsen) miteinander. © evlks.de

Die sächsische Landesregierung und die Kirchen auf dem Gebiet des Freistaates wollen gemeinsam Ideen zur Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung entwickeln. »Als Kirche ist es uns nicht egal, in welchem Umfeld wir leben«, sagte der sächsische evangelische Landesbischof Carsten Rentzing nach einem Treffen von sechs Bischöfen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und mehreren sächsischen Ministerinnen und Ministern. Die evangelischen und katholischen Kirchen wollten »einen Beitrag zum Miteinander leisten«.

Es habe »viel Redebedarf« bezogen auf die angespannte gesellschaftliche Situation gegeben, sagte Rentzing. Es gelte, den Riss wieder zu schließen. Allerdings räumte der evangelisch-lutherische Bischof ein: »Wir stehen selber etwas ohnmächtig davor, wir haben uns über Analysen ausgetauscht.« Es gebe unterschiedlichste Ursachen, die sich miteinander verbinden würden. »Wir brauchen eine neue Verständigung darüber, wohin wir wollen«, sagte Rentzing.  Es müssten gemeinsame Wege entwickelt werden.

»Es geht um die Zukunft des Landes«, sagte Ministerpräsident Kretschmer nach dem etwa 90-minütigen Gespräch. Vor allem für den ländlichen Raum müssten Antworten gefunden werden. Kretschmer bezog sich konkret auf den anstehenden Strukturwandel in der Lausitz nach dem Ausstieg aus der Braunkohle.

Rentzing kündigte an, dass sich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens künftig mit einer Projektstelle am Zentrum für Dialog und Wandel beteiligen will. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte das Zentrum 2017 in Cottbus eröffnet.

An dem Treffen nahmen neben Kretschmer und Vertretern der Landesregierung sowie Bischof Rentzing auch die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann und der Berliner Bischof Markus Dröge teil. Von katholischer Seite waren Bischof Heinrich Timmerevers für das Bistum Dresden-Meißen und Bischof Wolfgang Ipolt für das Bistum Görlitz dabei.

Dröge ist Leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Junkermann führt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.

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